«Man fühlt sich wie im Sommercamp»

Von Fabienne Engbers
Christof Huber im Interview mit TVO.
Christof Huber im Interview mit TVO. © FM1Today/Fabienne Engbers
Ob bei einer Abkühlung in der Sitter, vor der Bühne beim Tanzen oder beim Energie tanken unter einem schattigen Baum: Das OpenAir St.Gallen ist in vollem Gange und die Besucherinnen und Besucher geniessen das Festival. Geschäftsführer Christof Huber zieht eine Zwischenbilanz.

Mit kurzen Hosen und im Leinenhemd steht Christof Huber da, lediglich einige Schweissperlen auf seiner Stirn verraten, dass er nicht nur entspannt das 43. OpenAir St.Gallen geniesst. «Dieses Jahr müssen wir nicht ans Festivalwetter denken, in den vergangenen Jahren beobachteten wir immer wieder den Himmel und den Radar. Es ist wahnsinnig angenehm, dass dieser Druck, den man sonst spürt, dieses Jahr nicht besteht», sagt der Geschäftsführer des OpenAir St.Gallen.

24 Stunden in Flipflops unterwegs

Das Wetter spielt den Veranstaltern in die Karten, schliesslich ist das OASG auch dieses Jahr nicht komplett ausverkauft. «Das Wetter ist für uns ein Segen, das spüren wir auch bei den kurzfristigen Ticketverkäufen», sagt Huber. Entsprechend gross war der Andrang am Bahnhof St.Gallen. Am Samstagnachmittag musste man lange anstehen, um an seinen Festivalbändel zu kommen.

Das gute Wetter sorgt nicht nur für volle Zuschauerränge bei Konzerten, sondern auch für eine ruhige, genüssliche Stimmung. «Es ist eine sehr entspannte Atmosphäre, ich habe das Gefühl, das diesjährige OpenAir ist eine Art Sommercamp, die Leute geniessen das Festival, gehen baden und besuchen die Konzerte.» Dass man bereits so weit im Voraus vier Openair-Tage mit Temperaturen über 30 Grad erwarten konnte, gab es im Sittertobel bislang äusserst selten. «Ab und zu ist es etwas sehr warm, aber es ist auch einfach ein gutes Gefühl, wenn man 24 Stunden mit Flipflops und kurzen Hosen herumlaufen kann.»

OASG-Chef Christof Huber ist mit dem Verlauf des Festivals bislang sehr zufrieden. (Bild: FM1Today/Fabienne Engbers)

Sanität ist bereit für Hitzeprobleme

Trotz der entspannten Stimmung kann die Hitze auch zu viel werden. Die Sanität ist gemäss dem OASG-Chef aber vorbereitet. «Es hat Infusionen, falls jemand mit einem Hitzeschlag daherkommt. Allgemein wissen die Besucher sich aber gegen die Hitze zu schützen.» Schattenplätze und Zelte bieten Schutz vor der Sonne.

Programm wurde verjüngt

Auch Wasser bietet Schutz vor der Hitze. So sieht man auch überall Gäste mit Wasserpistolen, Wassersprays oder Ventilatoren. «Das Publikum ist jünger als noch in früheren Jahren. Wir sind in einem Umbruch des Festivals, das Programm wurde verjüngt. Ausserdem hat es viele weibliche Gäste, was uns sehr freut», sagt Christof Huber. Trotzdem gibt es auch für das ältere Publikum einige Schmankerl. «Mit der fast zweieinhalbstündigen Show der Ärzte am Samstagabend, Royal Republic oder auch Florence and the Machine gibt es auch für Nicht-HipHop-Fans einige Perlen.»

Alle Artikel und Galerien zum OpenAir St.Gallen 2019 gibt es hier.


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