OpenAir St.Gallen

«Es fegt» – im Sittertobel ist die Stimmung euphorisch

Stefanie Rohner, 3. Juli 2022, 06:46 Uhr
Der OpenAir-Samstag startete heiss und blieb es auch. Nicht nur wegen des Wetters, sondern auch wegen der Bands. Die Besucherinnen und Besucher liessen es am Openair-Samstag noch einmal richtig gut krachen.

Steiner & Madleina, Stress, Giant Rooks, BHZ, Juju, Muse, Faber und viele mehr liessen den Samstag zum Festivalhighlight werden. Die Stimmung schien ihren Höhepunkt erreicht zu haben. Regen war Vergangenheit, und das feierten die Besucherinnen und Besucher. Doch auch ein wenig Wehmut lag bereits in der Luft, da es schon der vorletzte Festivaltag im Sittertobel war. «Wir würden das gerne noch weiterziehen und bleiben», sagen zwei St.Gallerinnen.

Jan, Pascal und Emma genossen zwar, dass das Wetter wieder besser wurde, finden aber auch, dass beides cool ist. «Man kann immer das Beste daraus machen.» Für die drei war das Line-up und die guten Vibes das, was für sie das Festival gut machte.

«Jemand fiel über unser Zelt»

Daniela und Kati sind am Samstag angereist, es ist ihr zehntes OpenAir St.Gallen. Die Vorfreude war auch bei ihnen beiden riesig. «Wir hatten auch Glück, dass wir Tickets ergattern haben. Die Nerven lagen zuvor blank. Wir geniessen jetzt die Stimmung und die Leute.»

Noelle, Ann-Kathrine und Svenja aus dem Wallis geniessen ihre Zeit ebenfalls. «Es fegt», sind sie sich einig. Den Regen haben sie überstanden, denn sie sind sicher: «Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Ausrüstung. Ausserdem war die Stimmung immer gut.»

Die Walliserinnen hatten gute Begegnungen und lustige Geschichten zu erzählen. «Jemand fiel über unser Zelt und hat sich abertausende Male entschuldigt. Das Zelt steht wieder, deswegen ist das nie ein Problem gewesen. Ausserdem mussten wir uns immer die Frage anhören, weswegen wir als Walliserinnen hier sind», sagen die drei und lachen.

Der 18.Geburtstag im Tobel

Laura, Melanie und Svenja aus Eschenbach, Herisau und Teufen sind das erste Mal im Sittertobel. Seit 2019 haben sie auf diesen Moment gewartet und Laura feierte am Samstag ihren 18. Geburtstag am Festival. «Das ist das beste Fest für mich», sagt sie. Sie haben viele neue Leute kennengelernt und geniessen den Smalltalk mit fremden Menschen. «Das Lustigste war, dass einer eine Leuchtkette in seinen Ganzkörperanzug gesteckt und geleuchtet hat.»

Geleuchtet hat nicht nur jener Mann, sondern auch ganz viele Gesichter. Faber beispielsweise, der Ersatz für Von wegen Lisbeth, liess nach Muse die Stimmung noch einmal aufleben. Viele kamen zwar erst nach dem Muse-Konzert, das ebenfalls intensiv und fulminant war, doch die Sternenbühne hätte voller nicht sein können.

Die Festivalbesucherinnen und -besucher dürfen sich nun noch auf den Sonntag freuen und die letzten Konzerte geniessen. Und dann heisst es hoffentlich: Bis bald, zurück im Sittertobel am Schlammgallen, damit die Menschen wieder sagen können: «Wir sind zu Hause.»

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 3. Juli 2022 06:33
aktualisiert: 3. Juli 2022 06:46
Anzeige